Bilder & Presse


HINWEIS


18.3.2019

GEKO donates 26 Hospital Screens to EFSTH

Tuesday, January 29, 2019
The Evangelical Hospital Unna and Charitable Association for Development and Cooperation (GEKO eV), a German NGO offering development and cooperation assistance in The Gambia, Friday donated 26 hospital screens to Edward Francis Small Teaching Hospital in Banjul.

In their quest to provide quality health service to patients, the equipment were donated to facilitate better performance of the nurses and doctors in the hospital.

The Hospital′s senior public relations officer Momodou Lamin Jammeh said GEKO have been tremendously helping the hospital for the past years, adding that they have spent millions of Euros in donation and training for the hospital. “We were lacking these equipment in our wards. The screens are very important and will go a long way in serving the hospital,” he noted.

Chief nursing officer Pateh Saho described GEKO as one of their most genuine and committed donor for the past 30 years. “We have not lost sight of the numerous interventions of the NGO. We recognised the proactive role they play in offering attachment courses to the nursing staff since 1989.”

He said the equipment will greatly help in supplementing their efforts and the health of patients admitted in the hospital in a very positive way. “We cherish our partnership and our collective effort in providing quality health care service to the people.”

Representative of the Charity Hilde Schmidbauer assured the hospital management that they will continue to give support and their relationship will grow from strength to strength.

Project coordinator Lamin Conteh said the Charity targets to supplement government efforts by assisting needy students at basic levels to receive better and quality education.

Jarriatou Drammeh thanked the Charity for the donation, assuring them that the equipment will be well utilized and properly managed.

In recognition the efforts of GEKO, the Hospital presented certificates of appreciation to their partners.

Author: Fatou Bojang


Newspaper article from:





1.5.2018

Kreis unterstützt Fortbildung

Krankenpfleger kehren nach Gambia zurück

Kreis Unna. Sie lernten neue Kollegen kennen und bildeten sich durch Hinsehen und Mitmachen im Bereich der Krankenpflege weiter. Nun treten zwei Krankenpfleger aus Gambia die Heimreise an. Landrat Michael Makiolla hat die beiden verabschiedet.

Anwenden werden Bakary Gibba und Mamudu Njie ihr neu erworbenes Wissen im Edward Francis Small Teaching Hospital (EFSTH) in der gambischen Hauptstadt Banjul - und sie wissen viel. Denn in den vergangenen acht Wochen machten sich die Pfleger im Evangelischen Krankenhaus Unna nicht nur mit moderner medizinischer Technik, sondern auch mit den organisatorischen Abläufen vertraut.

Lange Tradition
Die Fortbildung in Unna hat eine lange Tradition und die hier geschulten Kräfte übernehmen später in ihrem Krankenhaus (das früher Royal Victoria Teaching Hospital hieß) häufig leitende Funktionen im pflegerischen Bereich. Das Praktikum im Evangelischen Krankenhaus hat ohnehin einen besonderen Stellenwert, denn das gambische Hospital ist ein Ausbildungskrankenhaus.

Der Kreis Unna unterstützt seit 1989 mit dem Evangelischen Krankenhaus Unna und GEKO (Gemeinnütziger Verein für Entwicklungshilfe und Kooperation) das Krankenhaus in Banjul bei der Ausbildung von Krankenpflegern und bei der Ausstattung mit medizinisch-technischen Geräten.

Großer Nutzen
Seitdem haben über 30 Mitarbeiter des Edward Francis Small Teaching Hospitals im Kreis Unna Kenntnisse erworben, die nicht nur für das Hospital in ihrer Heimat, sondern auch für andere Krankenhäuser im Land von Bedeutung sind.

Landrat Michael Makiolla (3.v.r.) verabschiedet gemeinsam mit Silke Schmücker (im Landratsbüro zuständig für Partnerschaften, l.), Dr. Dietmar Herberhold (Stiftungsvorstand des Evangelischen Krankenhauses Unna, r.) und Jürgen Poller (Vorsitzender des GEKO, 3.v.l.) die Krankenpfleger Bakary Gibba (2.v.l.) und Mamudu Njie (2.v.r).

(Pressemitteilung der Pressestelle des Kreises Unna vom 25.9.17)

1.5.2018

Pfleger aus Gambia lernen im EK

Verein Geko und Kreis Unna ermöglichen mehrwöchiges Praktikum

Unna. „Lucky” – glücklich: So fühlt sich Mamudu Njie, und sein Kollege Bakary Gibba nickt zustimmend. Die beiden 31 und 37 Jahre alten Krankenpfleger aus Gambia absolvieren seit Anfang August ein Praktikum im Evangelischen Krankenhaus (EK).

Sie setzen damit eine lieb gewordene und wichtige Tradition fort. Seit 28 Jahren schon gibt es diese Kooperation mit dem Edward Francis Small Teaching Hospital in Gambias Hauptstadt Banjul. Mamudu Njie und sein Kollege Bakary Gibba lernen die verschiedenen Stationen und Abteilungen des Krankenhauses kennen, haben sowohl im OP und in der Stroke Unit mitgeholfen als auch in der Wundambulanz und auf der Intensivstation. „Vieles, was wir in unserer Ausbildung gelernt haben, konnten wir bisher in unserem Krankenhaus nicht anwenden. Hier haben wir die Möglichkeit, zum Beispiel im Bereich der Endoskopie, Kardiographie und Sonographie”, erklärt Mamudu Njie. Beeindruckt sind die Krankenpfleger von der Organisation und den hygienischen Standards im EK.
  Möglich macht dieses langjährige Weiterbildungsprogramm eine enge Zusammenarbeit des Krankenhauses mit dem Entwicklungshilfeverein Geko und dem Kreis Unna. Die Organisation – angefangen von den Kontakten in Gambia bis hin zur Buchung der Flugtickets – liegt in den Händen von Geko. Dessen Vorsitzender Jürgen Poller arbeitet seit mehr als 25 Jahren im Dienst der Entwicklungshilfe. Unterstützt wird er von der zweiten Vorsitzenden Ruth Walentowski, die als ehemalige Krankenschwester des EK und mittlerweile aktive Ruheständlerin den Gambianern tatkräftig zur Seite steht. Finanziert werden die Aufenthalte stets vom Kreis Unna, der für alle Kosten ein bestimmtes Budget zur Verfügung stellt.
 Für Mamudu Njie und Bakary Gibba, die während ihres Aufenthalts in Unna im Schwesternwohnheim des Katharinen-Hospitals wohnen, ist aber nicht nur der Dienst ein Besuch in einer anderen Welt. Geko organisiert jedes Wochenende ein abwechslungsreiches Programm für die jungen Männer. So haben sie unter anderem eine englischsprachige Stadtführung in Unna, einen Besuch beim Unnaer Stadtfest und beim Lichterfest in Iserlohn unternommen. Am 29. September geht der Flieger zurück.

Die Krankenpfleger Mamudu Njie (l.) und Bakary Gibba (r.) hospitieren für mehrere Wochen im Evangelischen Krankenhaus.
Möglich machen das Jürgen Poller (M.) und seine Mistreiter vom Verein Geko und der Kreis Unna.             FOTO: PRIVAT

(Zeitungsartikel aus dem Hellweger Anzeiger vom 12.9.2017)

15.3.2017

36 Betten mit Fußpumpen hat das Katharinen-Hospital ausrangiert. Die Gestelle samt Matratzen nimmt Jürgen Poller (r.) als Vorsitzender der Hilfsorganisation GEKO gern. Dank der Hilfe des THW waren die Betten am Wochenende rasch verladen. Fotos: Hennes

36 Krankenbetten aus Unna
helfen Menschen in Gambia

Katharinen-Hospital stellt ausrangiertes Mobiliar für Afrika zur Verfügung

Dr. Christoph Hoestermann (l.) und seine Helfer müssen die Türen und Schubladen an den Nachttischen gut sichern, damit sie beim Transport nicht beschädigt werden.

Von Sebastian Panier
Unna. Das Katharinen-Hospital leistet von Unna aus Hilfe für Patienten und Pfleger in Gambia. 36 Betten aus dem Unnaer Krankenhaus werden die Versorgung von Patienten im afrikanischen Land verbessern.

Eigentlich ist das Edward Francis Small Teaching Hospital in der Hauptstadt Banjul als Universitätskrankenhaus die erste Adresse für Kranke in dem kleinen afrikanischen Staat Gambia. Aber: „Die müssen dort mit extrem wenig Material auskommen”, berichtet Dr. Christoph Hoestermann. Der leitende Oberarzt der Gynäkologie im Katharinen-Hospital kennt das Krankenhaus, das bis vor kurzem noch als Royal Victoria Hospital bekannt war, sehr gut. Anfang der 90er Jahre hat er selbst dort zwei Jahre lang in der Entwicklungshilfe gearbeitet und dabei viel Gelegenheit, Land und Leute kennen zu lernen. „Wir haben seiner Zeit da gearbeitet mit drei Fachärzten und zwei Assistenzärzten und hatten aber 600 Geburten im Jahr. Hier in Unna gibt es 1000 Geburten und wir sind eine Mannschaft von 13 Ärzten”, berichtet er. Als nun in seiner jetzigen Wirkungsstätte die Erneuerung der Ausstattung anstand und eine Reihe von Betten mit Fußpumpen durch elektrisch betriebene Betten ersetzt wurde, hatte Hoestermann gleich eine Idee, wem man mit den ausgemusterten Exemplaren helfen könne.
  Als Mitglied des Vereins GEKO, der unter anderem in Kooperation mit dem Evangelischen Krankenhaus gambisches Pflegepersonal ausbildet, richtete sich Dr. Hoestermann an dessen Vorsitzenden Jürgen Poller. „Das Krankenhaus hatte explizit um Materialien gebeten, ich habe aber noch mal angerufen, um sicher zu gehen, ob sie die Betten wirklich gebrauchen können”, so Poller. Gebrauchen kann man in dem mit 500 Betten durchaus stattlichen Krankenhaus in Gambia nahezu alles. So gehen auch Matratzen, Nachtschränkchen und einige medizinische Geräte so wie Verbrauchsmaterial, das der GEKO dazu gekauft hatte, nach Afrika. Als Gynäkolöge spendierte Christoph Hoestermann außerdem noch eine spezielle Wärmelampe für die Gynäkologie.
  Blieb nur noch die Frage, wie die 36 Betten und die anderen Hilfsgüter ihren Weg nach Gambia finden sollen. In einem versiegelten Container wurden sie zunächst Richtung Antwerpen gebracht, von wo aus es dann mit dem Schiff nach Gambia geht. Am 31. März sollen sie in Banjul ankommen.
  Um die 120 Kilogramm schweren Betten aus dem Keller des KK zu verladen, waren zudem noch ein paar starke Hände von Nöten. Poller fand sie bei den Mitarbeitern des THW, die sich bereits bei einer ähnlichen Aktion schon hilfreich beteiligt hatten. Am Samstagvormittag halfen sechs von ihnen den Mitgliedern des GEKO, das große Paket für Afrika zu schnüren.

Keine OP, weil Medikament fehlt

Gambias Entwicklung ist noch eine Herausforderung

„Für uns sind es nur ausgemusterte Betten. In Gambia können sie aber viel bewirken. Da fehlt es an allem”, berichtet Ruth Walentowski. Die ehemalige OP-Schwester ist 2. Vorsitzende des Vereins GEKO und auch selbst schon zu Besuch im Edward Francis Small Teaching Hospital gewesen. „Die sind gut ausgebildet”, stellt sie fest, aber ohne ausreichend Arbeitsmaterialien können sie das kaum anwenden. „Es konnten keine Operationen durchgeführt werden, weil Anästhetika fehlten”, berichtet sie. Halb schockiert, halb das Improvisationstalent bewundernd erinnert sie sich auch an die „Black & Decker”, die statt steriler, medizinischer Instrumente im OP zum Einsatz kam.
  Dass in dem Krankenhaus solche Zustände herrschen sei nicht verwunderlich, erklärt Walentowski. Denn außer dem Erdnussanbau hat Gambia annähend keine Infrastruktur. Erschwerend kommt hin zu, das bis vor kurzem Yahya Jammeh diktatorisch über das Land herrschte. Erst vor kurzem wurde er durch den demokratisch gewählten Adama Barrow abgelöst. „Jetzt gerade ist ja große Hoffnung aufgekommen, da dieser autoritäre Herrscher abgewählt worden ist”, berichtet Dr. Christoph Hoestermann.
  Gerade die junge Generation, die das erwirkt hat, brauche nun Unterstützung, das Land neu zu gestalten. Auch das wolle man mit den Hilfslieferungen und der Förderung durch den GEKO unterstützen.

Gambia
■ Gambia ist eine Republik in Westafrika und der kleinste Staat in Afrika.
■ Die Staatsausgaben für das Gesundheitswesen liegen gemessen am Anteil am Bruttoinlandsprodukt bei 3,2 Prozent.
■ Die Zahl der Ärzte und Pfleger im Gesundheitswesen hat sich zwischen 1990 und 2001 deutlich erhöht.
■ Durch eine neue Universität ist es nun auch möglich, Ärzte im eigene Land auszubilden.

(Zeitungsartikel aus dem Hellweger Anzeiger vom 13. März 2017)

30.1.2017

Neue Perspektive dank neuer PCs

Verein für Entwicklungshilfe schickt Computer nach Ghana und Gambia

Kessebüren. Ohne die Hilfe engagierter Unnaer wären viele Projekte des gemeinnützigen Vereins für Entwicklungshilfe und Kooperation (Geko) nicht möglich. Dank neuer Computer erhalten nun Menschen in Ghana und Gambia eine neue Perspektive.

Henner Dietrich aus Kessebüren hat wieder einmal über eine Firma, die anonym bleiben möchte, fünf komplette mit englischsprachiger Software versehene Computer besorgt. Sie werden in Kürze ihre Reise nach Westafrika antreten und dort in Projekten von Geko eingesetzt.
  Zwei Computer werden nach Ghana verschickt. Dort erhält ein Mann, der bereits eine Digitalkamera von dem Unnaer Verein erhalten hat und mit Fotoarbeiten seinen Lebensunterhalt verdient, nun einen PC zur Bildbearbeitung und Archivierung. Der junge Mann war aus Not schon auf dem Weg nach Europa. In der Türkei endete seine Flucht, als er zurück nach Ghana geschickt worden ist. Die Geko-lnitiative möchte ihm in seiner Heimat nun eine neue Perspektive geben und ihm mithilfe des PCs Mut machen, seinen Fotojob in Ghana weiter auszubauen.
  Der zweite Computer ist für eine Schule in Amamole vorgesehen. Dort hat Geko bereits von einigen Jahren eine Schulbibliothek eingerichtet, die auch von der Bevölkerung genutzt wird.
  Drei weitere PCs werden künftig im Edward-Francis-Small-Teaching-Hospital (EFSTH) in Gambias Hauptstadt Banjul ihren Dienst tun.
  Der Verein Geko wurde im März 1990 mit der Zielsetzung gegründet, im Bereich der Entwicklungshilfe einen alternativen Beitrag zu leisten, die schon von großen staatlichen und religiösen Organisationen erbracht werden. Die Idee hinter dem Projekt: Kleine Initiativen können direkter und effektiver, das heißt ohne großen Verwaltungsaufwand, arbeiten.

Gad Osafo und Jürgen Poller nahmen jetzt dankend die gespendeten Computer entgegen.

(Zeitungsartikel aus dem Hellweger Anzeiger)

15.4.2016

Firdau Boulakhrif (3. v. l.), Assistentin der Geschäftsleitung des Evangelischen Krankenhauses, schaute beim Verladen der Betten zu. Ehrenamtliche des THW kümmerten sich darum, dass die Möbel sicher in einem Frachtcontainer verstaut wurden. Dieser ist jetzt unterwegs in den Senegal.       ■ Foto: Drawe

Unna, Palaiseau und das THW
helfen Patienten in Afrika

Verein Geko und starke Partner schicken Krankenhausbetten in den Senegal

Von Thomas Raulf
Unna. 29 ausrangierte Betten aus dem Evangelischen Krankenhaus gehen auf die Reise von Unna in den Südsenegal. Das Hilfsprojekt ist eine Initiative des Vereins Geko.

Geko steht für „Gemeinnütziger Verein für Entwicklungshilfe und Kooperation”, und dessen Vorsitzender Jürgen Poller ist Teil eines Netzwerks, das jetzt relativ spontan wertvolle Hilfe möglich macht. Poller steht in Kontakt mit der städtischen Partnerschaftsbeauftragten Beate Kispal und über ihr Büro mit Dorothea Rubke. Die wiederum stammt aus Fröndenberg, lebt und arbeitet in Unnas Partnerstadt Palaiseau und hat dort einen Verein zur Entwicklungshilfe in Afrika ins Leben gerufen.
  Über diesen Weg erreichte Jürgen Poller der Hilferuf aus der rund 230.000 Einwohner großen Stadt Ziguinchor im Senegal: Krankenhausbetten werden dort dringend benötigt. Bei einem privaten Besuch im Evangelischen Krankenhaus fragte Poller einfach mal nach. Er hatte Glück. Das EK war gerade im Begriff, 29 Betten auszurangieren. Und diese Betten sind seit gestern Nachmittag in einem großen Frachtcontainer unterwegs nach Afrika.
  Kurzfristig konnte Poller wichtige Partner gewinnen, die diesen Transport möglich machen: Acht Ehrenamtliche des THW-Ortsverbands Unna-Schwerte verluden die sperrigen Krankenhausmöbel. In dem Container fand zudem ein ganzes Klassenzimmer aus der Nicolaischule Platz. 15 ausrangierte Tische und 30 gut erhaltene Stühle werden bald Kinder erfreuen, die in ihrer Schule in der Regel auf dem Lehmboden sitzen.

(Zeitungsartikel aus dem Hellweger Anzeiger)

10.9.2015

Boris Strasdat von der OP-Leitung des EK und seine beiden Kolleginnen aus Gambia: Fatou Sanyang und Mamina Sambou (v.l.) auf dem Weg in den Operations-Bereich. Dort arbeiten die beiden Schwestern in dieser Woche.       Foto: Pütz

Von Gambia nach Unna

eintauchen in andere Welten


Zwei Krankenschwestern aus Westafrika arbeiten am EK − Langjähriges Projekt

Von Katharina Pütz

Unna. Sie tauchen ein in eine ganz andere Welt. Fatou Sanyang und Mamina Sambou sind Krankenschwestern aus dem afrikanischen Gambia. Für acht Wochen arbeiten sie im EK und lernen deutsche Gepflogenheiten kennen.

„Here are some differences”, stellt Schwester Mamina fest. Es gibt einige Unterschiede zwischen dem Krankenhaus in ihrer Heimat und dem EK. Vor allem im Bereich Hygiene und Infektionskontrolle. Aber auch in der Dokumentation und Organisation sind die Gambianerinnen anderes gewohnt. „Wir müssen oft improvisieren”, erzählt Schwester Mamina. In Banjul arbeitet sie im Edward-Frances-Small-Teaching-Hospital auf der Dialyse Station. Ähnlich wie ihre Kollegin Fatou Sanyang, die auf der Geburtststation tätig ist, ist sie dort die Chefin des Pflegepersonals.
  Die beiden Krankenschwestern aus dem westafrikanischen Land sind im Rahmen eines Projekts vom Kreis Unna, dem Verein Geko und dem EK an den Hellweg gekommen. Seit 1989 gibt es dieses Weiterbildungsprogramm für Krankenpfleger aus Gambia, seit 1994 übernimmt Geko die Organisation der einzelnen Austausche.
  Obwohl das Projekt seit 24 Jahren besteht, werden die Reisebedingungen immer schwieriger, sagt Jürgen Poller, Vorsitzender des Vereins: „Dahinter steht die Angst, dass Menschen aus Westafrika einfach hierbleiben.” Die beiden Krankenschwestern mussten zwei Mal zur deutschen Botschaft nach Dakar in den benachbarten Senegal reisen, jeweils eine Zwei-Tages-Tour. „Beim ersten Mal wurden sie abgelehnt, ein Visum zu bekommen”, so Poller. Er habe von Deutschland aus versucht zu helfen, Telefonate mit dem Auswärtigen Amt in Berlin und der Deutschen Botschaft in Dakar geführt. Irgendwann klappte es. Allerdings „mussten wir eine persönliche Erklärung abgeben, dass wir für alle Folgekosten aufkommen, sollten die beiden nicht zurückreisen.” Dabei sind die Flugtickets schon gebucht. Am 26. September geht es zurück.
  Bis dahin lernen Schwester Mamina und Schwester Fatou noch weitere Bereiche im Krankenhaus kennen. Derzeit sind sie auf der Intensivstation, helfen aber auch im OP. „Wir sehen sie ähnlich wie Azubis oder Krankenpflegeschüler”, sagt OP-Leiter Boris Strasdat, der mit den beiden auf Station unterwegs ist.
  Neben der Weiterbildung der Krankenschwestern kümmert sich Geko auch um eine bessere Ausstattung des Krankenhauses in Banjul. So gibt es seit einer Weile Wundversorgungssets. „Jetzt haben wir eins für jeden Patienten”, freut sich Mamina. Quasi zum Dank haben sie in die Edelmetallschalen „Geko” reingekratzt.

(Zeitungsartikel aus dem Hellweger Anzeiger)

9.1.2015

Umdenken für sauberes Trinkwasser

Gad Osafo vom Unnaer Verein „Geko” setzt sich für nachhaltiges Umweltprojekt in seinem Heimatland ein

Alltäglicher Anblick auf Ghanas Straßen: Der Plastikmüll in den Bachläufen stellt ein großes Umwelt- und Gesundheitsproblem für die Menschen dar.

Von Stephanie Tomé
Unna. Kunststoffreste, die in Deutschland in der Mülltonne landen, verunreinigen in Ghana das Trinkwasser. Statt den Müll einfach einzusammeln, versucht ein Projekt aus Unna das Problem nachhaltig zu lösen − mit Erfolg.

Gad Osafo und Jürgen Poller vom Verein „Geko” ist es gelungen, das Bewusstsein für die Wasserproblematik in Ghana zu schärfen. Ihr Projekt basiert auf einem Schulwettbewerb. Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren waren aufgerufen, Aufsätze zu einem der größten Umweltprobleme in ihrem Land zu verfassen. Unter dem Titel „Das Problem der Wasserverschmutzung in Ghana” haben sie nicht nur die Lage in ihrem Umfeld beschrieben, sondern auch gleich Lösungsansätze entwickelt. Etwa 20 Schüler hatten ihre Texte eingereicht, eine Jury wertete sie vor Ort fachkundig aus.
  „Wir waren total überrascht, was die Jugendlichen alles geschrieben haben”, berichtet Gad Osafo, der gerade erst aus Ghana zurückgekehrt ist − diesmal war er vor Ort, um den besten Teilnehmern des Wettbewerbs ihre Preise zu überreichen. Die Schüler freuten sich über Laptops, Kameras, Solarlampen und Geld.
  Den besten Text hatte Edwina Yahaya Seidu eingereicht. „Dass ein Mädchen gewinnt, hat uns besonders gefreut”, so Osafo. Denn oftmals sind es in Ghana die Frauen, die ihr Wissen an den Nachwuchs weiterreichen.
  Vor allem der viele Plastikmüll ist ein großes Problem. Er landet anders als in Deutschland nicht in der Mülltonne, sondern oftmals einfach auf der Straße. Eine Müllabfuhr existiert zwar, sie kann den großen Müllberg, den die Menschen in Ghana produzieren, jedoch nicht bewältigen. Der Plastikmüll landet somit auch in den Flussläufen und Bächen, verschmutzt das Trinkwasser und verdreckt die Meere.
  Vor Ort entdeckte Gad Osafo ein weiteres großes Problem. Ghana ist reich an Bodenschätzen. In einigen Regionen lässt sich noch Gold finden, das jetzt verstärkt mit giftigen Substanzen abgebaut wird. Die Flüsse und auch das Trinkwasser sind inzwischen bereits mit Schwermetallen wie Arsen und Blei belastet.
  Damit sich in Ghana langfristig etwas ändern kann, setzt „Geko” auf den Nachwuchs. „Die Jugend ist die Zukunft”, erklärt der engagierte Unnaer, der einst selbst als Bauer in Ghana lebte. Nur wenn sie versteht, was die alltäglichen Umweltsünden für jeden einzelnen zur Konsequenz haben, könne ein Umdenken erreicht werden. Mit dem Schülerwettbewerb ist ein Schritt in diese Richtung gemacht. Gad Osafo möchte die Aktion jetzt noch ausweiten und auch Schülern in anderen Regionen des Landes die Teilnahme ermöglichen.
  „Geko” setzt sich für verschiedene Projekte in Ghana, Gambia, Sierra Leone und Marokko ein. In der ghanaischen Region Amasaman hat „Geko” dank großer Unterstützung bereits einen Heilkräutergarten und eine Schulbibliothek eingerichtet.


Spenden für Hilfsorganisation „Geko”


■ Der Verein „Geko” möchte seine Hilfsaktion auf andere Regionen in Ghana ausweiten und auch andere Schüler ermutigen, sich mit den Problemen des Landes auseinderzusetzen.
■ Dafür werden weitere Preise benötigt. Gebraucht werden Laptops, Digitalkameras, Geld und auch Mikroskope für den Unterricht an Schulen.
■ Wer spenden möchte, kann sich an Gad Osafo unter Tel. 02303/770447 wenden.

Gad Osafo (2. von links) freute sich über die guten Beiträge der Jugendlichen und konnte ihnen jetzt die Preise aus Unna in der Hauptstadt Ghanas, in Accra, überreichen. Fotos (2): Privat

(Zeitungsartikel aus dem Hellweger Anzeiger)


25.9.2014

MdB trifft GEKO

Bundestags-Mitglied Oliver Kaczmarek (SPD) informierte sich beim Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereins für Entwicklungshilfe und Kooperation GEKO e.V., Jürgen Poller, eingehend über die seit nunmehr 24 Jahren laufenden Aktivitäten des Vereins in West- und Nordafrika. Bei GEKO freute man sich sehr über das persönliche Interesse des Bundestags-Abgeordneten.
Über eine Anfrage beim BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) bezüglich der vom BMZ geförderten Organisationen in seinem Wahlbezirk, war er auf GEKO e.V. gestoßen.
Er konnte sich davon überzeugen, dass sowohl Spendengelder als auch öffentliche Fördermittel direkt und hoch effizient in den Projektländern eingesetzt werden. GEKO garantiert, dass Spenden und Fördermittel zu 100 % den Projekten zukommen. Die nicht ganz vermeidbaren Verwaltungskosten werden von GEKO bewusst gering gehalten und können aus dem Etat der Mitgliedsbeiträge der 23 Mitglieder so bestritten werden, dass auch noch Mittel für die Projektarbeit übrig bleibt.
Informationen über den Verein und seine Projekte gibt es auf der Webseite. Herr Kaczmarek zeigte sich in seinem Eintrag ins Gästebuch auf GEKOs Webseite durchaus beeindruckt.

MdB Oliver Kaczmarek (rechts) informierte sich bei Jürgen Poller (GEKO e.V.)



10.1.2014

Technik für sauberes Trinkwasser

„Geko” unterstützt Schulwettbewerb in Ghana mit moderner Elektronik

Der Plastikmüll in den Bächen und Kanälen Ghanas ist ein großes Problem für die Menschen dort.

      Von Dominik Pieper

UNNA ■ Landet Plastik in Deutschland vornehmlich im gelben Sack, liegen Kunststoffreste in Ghana oftmals in Bächen, Teichen und Flüssen und gefährden so massiv die Trinkwasserversorgung der Menschen. Aus Unna kommt nun ungewöhnliche Hilfe für einen besonders schlimm betroffenen Teil Ghanas, die Region Amasaman − und zwar in Form von Laptops oder Kameras.

Gad Osafo und Jürgen Poller vom Unnaer Verein „Geko” (gemeinnütziger Verein für Entwicklungshilfe und Kooperation) wollen mit hochwertiger Technik das Bewusstsein für Trinkwasser in Ghana schärfen.
  Das Projekt basiert auf einem Schulwettbewerb. Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren sind aufgerufen, Aufsätze zu einem der größten Umweltprobleme des Landes zu schreiben. Plastik müllt nicht zuletzt die Kanäle in Ghana zu und gefährdet Menschennotwendiges. Eine eigens eingesetzte Jury wird die Arbeiten der Jugendlichen bewerten und eben mit hochwertiger Technik belohnen.

Spendenbereitschaft der Unnaer ist groß

Ein großer Teil dieser Preise kommt direkt aus Unna. Henner Dietrich aus Kessebüren beispielsweise hat über eine Firma, die anonym bleiben möchte, zehn neuwertige Laptops besorgt. Henner Dietrich und die spendende Firma finden die Aktion beispielhaft und leisten aus der Ferne gerne einen Beitrag. Auch andere Unnaer hörten von der Aktion und gaben bereitwillig eigene Digitalkameras. All diese Preise haben Gad Osafo und Jürgen Poller mittlerweile schon per Schiff nach Ghana geschickt. Ein lokaler Partner des Unnaer Vereins nimmt die Spenden entgegen und wird sie weiterleiten.
  Die wertvolle Technik soll für die Jugendlichen in Ghana Ansporn sein, sich mit den Umweltproblemen vor der eigenen Haustür zu beschäftigen. Gerade viele kleine Dörfer leiden unter der Plastikvermüllung. Einen Ausweg zu finden, scheint schwierig. Zum einen müssen die Entwickler des Projektes die Bedeutung von Trinkwasser aufzeigen, zum anderen müssen sie Alternativen zur Mülllagerung oder im besten Fall Wege zur Müllvermeidung aufzeigen.

„Geko” kontrolliert Projekt vor Ort

Im Februar wird Jürgen Poller gemeinsam mit Freunden und Mitgliedern des Vereins Geko nach Ghana fliegen, um sich einen Eindruck von der Aktion direkt vor Ort zu machen. Gleichzeitig steht die Ehrung der Projektsieger an, die dann auch die gestifteten Preise aus Unna bekommen werden. „Geko” setzt sich für verschiedenste Projekte in Ghana, Gambia, Sierra Leone und Marokko ein. In der ghanaischen Region Amasaman hat „Geko” dank großer Unterstützung bereits einen Heilkräutergarten und eine Schulbibliothek eingerichtet.

Henner Dietrich (r.) aus Kessebüren hat die Spende von zehn Laptops einer Firma vermittelt − Jürgen Poller (M.) und Gad Osafo freuen sich über die Hilfe aus Unna beim Trinkwasserprojekt. ■ Fotos: Privat

    Spenden

■ Bevor der Verein „Geko” im Februar nach Ghana fliegt, würde er gern noch mehr Preise für die Aktion für besseres Trinkwasser in der Region Amasaman sammeln.

■ Gebraucht werden Laptops, Digitalkameras und Geld für den Transport der Wertgegenstände von Unna nach Ghana. Vor Ort verteilt ein Partner die Spenden.

■ Wer spenden möchte, kann sich an
Jürgen Poller, Tel. 0 23 01/77 18, oder
Gad Osafo, Tel. 0 23 03/77 04 47, wenden.

(Zeitungsartikel aus dem Hellweger Anzeiger vom 8.1.2014)



14.8.2013

Die gambischen Krankenpfleger Anna Jatta und Mafu Ceesay mit Kreisdirektor Dr. Thomas Wilk (2.v.l.), Peter Goerdeler vom Evangelischen Krankenhaus Unna (r.), Gerhard Pielken vom Fachbereich Kultur sowie Ruth Walentowski und Jürgen Poller (2.v.r.) von GEKO.

Empfang für gambische Krankenpfleger

Kreis unterstützt Fortbildung

Kreis Unna. (PK) Einen herzlichen Empfang bereitete Kreisdirektor Dr. Thomas Wilk zwei Krankenpflegern aus dem Edward Francis Small Teaching Hospital in Banjul in Gambia.

Zur Zeit absolvieren Anna Jatta und Mafu Ceesay ein achtwöchiges Praktikum im Evangelischen Krankenhaus Unna und machen sich dort mit moderner medizinischer Technik und den organisatorischen Abläufen vertraut. Die so geschulten Kräfte nehmen später im Edward Francis Small Teaching Hospital (früher Royal Victoria Teaching Hospital) häufig leitende Funktionen im pflegerischen Bereich wahr. Diese Unterstützungsmaßnahmen haben für das gambische Krankenhaus eine große Bedeutung, zumal es inzwischen auch den Status eines Ausbildungskrankenhauses hat.

Der Kreis Unna unterstützt seit 1989 gemeinsam mit dem Evangelischen Krankenhaus Unna und GEKO (Gemeinnütziger Verein für Entwicklungshilfe und Kooperation) das Hospital in der gambischen Hauptstadt Banjul bei der Ausbildung von Krankenpflegern und bei der Ausstattung des Krankenhauses mit medizinisch-technischen Geräten. In diesen Jahren haben annähernd 30 Mitarbeiter des Edward Francis Small Teaching Hospitals im Kreis Unna Kenntnisse erworben, die nicht nur für das Hospital selbst, sondern auch für andere Krankenhäuser des Landes von Bedeutung sind.

Der Gemeinnützige Verein für Entwicklungshilfe und Kooperation mit seinen vielseitigen Kontakten und Erfahrungen hat erneut das diesjährige Ausbildungsprogramm organisiert. Das Evangelische Krankenhaus stellt wie gewohnt neben der Ausbildung auch Unterkunft und Verpflegung der Praktikanten sicher.

Der Kreis Unna unterstützt das Hilfsprogramm neben der Beschaffung der notwendigen Visa und Aufenthaltsgenehmigungen durch die Übernahme der Reisekosten und der Gewährung eines Taschengeldes für den Zeitraum des Aufenthaltes und bereitet auch ein kleines Kulturprogramm zum Kennenlernen von Land und Leuten vor.

Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Constanze Rauert, Fon 02303 27-1013, Email constanze.rauert@kreis-unna.de

(Quelle: Foto und Text von der Pressestelle des Kreises Unna)



9.1.2013

 
Bettwäsche für's RVTH

1200 kg Bettwäsche sind in Gambia angekommen!

Diese Bilder sind uns vom RVTH gemailt worden und zeigen den Pflegedienstleiter Mr Pateh Saho,
die Chefsekretärin Mrs Fatou C Nyabally und die Leiterin der Hausdienste Mrs Elizabeth Sylva.
Die Fotos wurden vom Chefarzt Prof. Dr. Nyan aufgenommen.




1.4.2012

Caritas-Kleiderstube spendete

Ennigerloh. Vor ungefähr drei Jahren sammelte die Caritas-Kleiderstube Brillen und Kinderwinterbekleidung in Zusammenarbeit mit dem Verein „Geko”. Diese Spende ging nach Marokko zur Unterstützung der Bevölkerung des Tamstint-Tales im Hohen Atlas.
  „Geko” ist ein „Gemeinnütziger Verein für Entwicklungshilfe und Kooperation e.V.” mit Sitz in Holzwickede. „Der Verein wurde 1990 mit der Zielsetzung gegründet, im Bereich der Entwicklungshilfe einen alternativen Beitrag zu den vielfältigen Hilfen zu leisten, die schon von großen staatlichen und religiösen Organisationen erbracht werden. Kleine Initiativen können direkter und effektiver, das heißt, ohne großen Verwaltungsaufwand arbeiten”, erklärte Jürgen Poller, Vorsitzender des Vereins „Geko”, der zurzeit 24 Mitglieder zählt.
  Auf Anfrage des Vereins hat die Caritas-Kleiderstube vor einiger Zeit zu einer neuen Spendenaktion für Gambia aufgerufen. Drei Wochen lang wurde weiße Bettwäsche gesammelt. Zum Ende der Aktion konnte sich das Kleiderstubenteam über 1.200 Kilogramm Bettwäsche freuen, die in 60 Kartons gepackt wurde. „Hierfür geht ein besonderer Dank an alle Spender aus Ennigerloh aber auch an die, die aus Lette, Wadersloh und der Umgebung angereist waren, um die Bettwäsche abzugeben”, berichteten Agnes Heitmann und Regina Trockel.
  Am 18. Februar holte Jürgen Poller die 60 Kartons aus Ennigerloh ab und konnte sich auch noch über einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro freuen. Hierbei handelt es sich um die Einnahmen aus der Caritas-Kleiderstube und sind für die Transportkosten der Wäsche nach Afrika bestimmt.
  „2010 konnten wir 36 Krankenhausbetten nebst Matratzen und Nachtschränke nach Gambia in die Hauptstadt Banjul für das Royal Victoria Teaching Hospital (RVTH) schicken. Nun haben wir auch noch die passende Bettwäsche dafür”, freute sich der Vorsitzende des Vereins „Geko”.

Freuen sich über die gelungene Sonderaktion und den Spendenscheck über 500 Euro (v.l.): Jürgen Poller (Vorsitzender des Vereins „Geko”), Regina Trockel und Agnes Heitmann (Caritas-Kleiderstube)

(Zeitungsartikel aus dem Ennigerloher Blickpunkt)



23.2.2012

1100 Kilogramm weiße Bettwäsche gesammelt

Wäsche für Afrika

Weiße Bettwäsche war in den vergangenen Wochen in der Caritas-Kleiderstube Ennigerloh für ein Krankenhaus im afrikanischen Gambia gesammelt worden. Die Wäsche wurde nun dem Verein Geko übergeben, der sie nach Afrika weiterleitet. Das Bild zeigt (v. l.) den Vorsitzenden von Geko, Jürgen Poller, sowie Regina Trockel und Agnes Heitmann von der Caritas-Kleiderstube.

Ennigerloh (gl). Die Caritas-Kleiderstube St. Ludgerus hat in den vergangenen drei Wochen weiße Bettwäsche gesammelt. „Insgesamt kamen 60 Kartons mit einem Gesamtgewicht von 1100 Kilogramm zusammen, die dem Gemeinnützigen Verein für Entwicklungshilfe und Kooperation (Geko) gespendet werden. Wir bedanken uns bei allen Wäschespendern”, unterstreicht Agnes Heitmann von der Kleiderstube. Der Geko-Vorsitzende Jürgen Poller holte jetzt die Kartons in Ennigerloh ab. Der Kontakt zwischen der Caritas-Kleiderstube und Geko war über Hermann-Josef Homeier, ehemaliger Arbeitskollege von Jürgen Poller und Schwiegersohn von Agnes Heitmann, zustande gekommen. „Ich habe seine Anfrage nach weißer Bettwäsche für das Royal Victoria Teaching Hospital im gambischen Banjul direkt an die Kleiderstube weitergeleitet”, berichtet der Werneraner. Außerdem spendeten die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kleiderstube 500 € für den Transport der Bettwäsche nach Gambia.

(Zeitungsartikel aus „Die Glocke”)



25.6.2011

Weiterbildung im Evangelischen Krankenhaus in Unna

Die Weiterbildung zur Hygienefachkraft absolviert James Ismaila Gomez (2.v.l.) zurzeit am Evangelischen Krankenhaus. Während Eva Hopp und Ruth Walentowski (r.) dem Gast aus Gambia die Arbeitsschritte erklären, schaut der Vorsitzende des Vereins Geko, Jürgen Poller, zu. ■ Foto: Roman Grzelak

Medizinische Entwicklungshilfe

Krankenpfleger aus Gambia bildet sich weiter

UNNA ■ Krankenpfleger James Ismaila Gomez kommt aus Gambia und absolviert zurzeit im Evangelischen Krankenhaus eine Weiterbildung.
  Möglich macht das der Verein Geko (Gemeinnütziger Verein für Entwicklungshilfe und Kooperation), der finanziell und ideell vom Kreis Unna unterstützt wird. Geko bemüht sich um die Verbesserung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung in Gambia. In der Hauptstadt Banjul liegt das Royal Victoria Hospital, ein großes staatliches Krankenhaus, das trotz der Hilfe von Sponsoren im medizinischen Standard und der technischen Ausrüstung weit hinter europäischen Verhältnissen zurückliegt.
  Geko sorgt dafür, dass Pflegepersonal aus Gambia in Unna weitergebildet wird, lieferte bereits einen Rettungs- und einen Krankenwagen sowie medizinisch/technische Ausrüstung, rüstete die Werkstatt mit Werkzeugen und die Näherei mit Nähmaschinen aus und lieferte 36 Krankenhausbetten und Bettwäsche. ■ fü

(Zeitungsartikel aus dem Hellweger Anzeiger vom 17. Juni 2011)



... und hier dazu ein Presseartikel des Kreises Unna vom 8. Juni 2011

Besuch beim Kreis Unna

Strahlende Gesichter beim Erinnerungsfoto für den gambischen Gast vor dem Kreishaus: (v.l.) Uwe Schwerdt (GEKO e.V.), Ruth Walentowski vom Evangelischen Krankenhaus Unna, James Ismaila Gomez, Kreisdirektor Rainer Stratmann, Gerhard Pielken vom Fachbereich Kultur des Kreises Unna und Jürgen Poller (GEKO e.V.)

Empfang für gambischen Krankenpfleger

Kreis unterstützt Fortbildung

Kreis Unna. (PK) Einen herzlichen Empfang bereitete Kreisdirektor Rainer Stratmann dem Krankenpfleger James Ismaila Gomez aus dem Royal Victoria Hospital (RVH) in Banjul in Gambia.
  Zur Zeit absolviert James Ismaila Gomez ein 8-wöchiges Praktikum im Evangelischen Krankenhaus Unna und macht sich dort mit moderner medizinischer Technik und den organisatorischen Abläufen vertraut. Die so geschulten Kräfte nehmen später im Royal Victoria Hospital häufig leitende Funktionen im pflegerischen Bereich wahr. Diese Unterstützungsmaßnahmen haben für das gambische Krankenhaus eine große Bedeutung, zumal es inzwischen auch den Status eines Ausbildungskrankenhauses hat.
  Der Kreis Unna unterstützt seit 1989 gemeinsam mit dem Evangelischen Krankenhaus Unna und dem GEKO (Gemeinnütziger Verein für Entwicklungshilfe und Kooperation) das RVH bei der Ausbildung von Krankenpflegern und bei der Ausstattung des Krankenhauses mit technischen Geräten.
  Der Gemeinnützige Verein für Entwicklungshilfe und Kooperation mit seinen vielseitigen Kontakten und Erfahrungen hat erneut das diesjährige Ausbildungsprogramm organisiert. Das Evangelische Krankenhaus stellt wie gewohnt neben der Ausbildung auch Unterkunft und Verpflegung der Praktikanten sicher. Der Kreis Unna unterstützt das Hilfsprogramm neben der Beschaffung der notwendigen Visa und Aufenthaltsgenehmigungen durch die Übernahme der Reisekosten und der Gewährung eines Taschengeldes für den Zeitraum des Aufenthaltes und bereitet auch ein kleines Kulturprogramm zum Kennenlernen von Land und Leuten vor.

Quelle Text und Foto: Kreis Unna - Pressestelle



30. August 2010

Das Foto zeigt von links nach rechts: GEKO-Vorsitzender Jürgen Poller, Frau Puye, Kreismitarbeiter Gerhard Pielken, Kreisdirektor Rainer Stratmann, Herr Trawalley, GEKO-Schriftführer Uwe Schwerdt und GEKOs 2. Vorsitzende und OP-Schwester im EK Unna Ruth Walentowski.

Krankenpflegerische Weiterbildung made in Unna

Zum 13. Mal hielten sich 2010 zwei Krankenpfleger aus Gambia zu einer 8-wöchigen Weiterbildung am Evangelischen Krankenhaus in Unna auf.
Diese Maßnahme wird vom Kreis Unna finanziert und vom Entwicklungshilfeverein GEKO e.V. gemanaged. Das Evangelische Krankenhaus Unna (EK) betreibt die Weiterbildung in den vom Projektpartner, dem Royal Victoria Teaching Hospital (RVTH) in Gambias Hauptstadt Banjul, gewünschten Bereichen.
Frau Jabou Puye, zuhause OP-Schwester und Herr Fabakary Trawalley, im RVTH Leiter der zentralen Sterilisationsgut-Aufbereitung, waren beeindruckt von den Arbeitsweisen im EK und sind mit vielen neuen Erfahrungen nach Hause zurückgekehrt. Dort werden sie, wie schon die früheren Teilnehmer der Weiterbildung, ihre Kenntnisse an ihre Kollegen weitergeben und vielleicht auch die eine oder andere Veränderung bewirken.
Übrigens sind nicht wenige der Krankenpfleger nach ihrem Aufenthalt in Deutschland mit höheren Aufgaben betraut worden.
Am 30.08.10 wurden die Krankenpfleger zusammen mit den Projektverantwortlichen vom Kreisdirektor Rainer Stratmann im Kreishaus zu Unna empfangen.

Quelle Text und Foto: Kreis Unna - Pressestelle



30. Juli 2010

Nicht nur im Umgang mit Patienten lernen die gambianischen Kollegen, auch bei Tätigkeiten wie der Desinfektion holen sie sich Ratschläge. Von links: Dr. Uwe Devrient, Jürgen Poller (Vorsitzender des Vereins GEKO), Fabakary Trawalley, Ruth Walentowski (pflegerische OP-Leiterin), Jabou Puye und Eva Hopp von der zentralen Sterilisationsversorgungseinheit.
■ Foto: Grzelak

Medizinischer Ausflug in eine andere Welt

Zwei Gambianer sind im Rahmen des Krankenhausprojekts Gambia am EK

        Von Nadja Schöler

UNNA ■ Jabou Puye und Fabakary Trawalley tragen zum ersten Mal in ihrem Leben einen blauen Arztkittel. Wenn die Krankenschwester und der Krankenpfleger morgens ins Evangelische Krankenhaus kommen, wartet ein Arbeitstag auf die beiden Gambianer, der sich in vielen Dingen von dem in ihrer Heimat unterscheidet.

  Puye und Trawalley sind beeindruckt von den vielen hochtechnischen Geräten, mit denen ihre deutschen Kollegen in Unna arbeiten. „Wir machen bei uns fast alles manuell. Von den vielen Monitoren in der Intensivstation bin ich sehr beeindruckt”, sagt die 42-jährige Jabou Puye. Sie wünscht sich, dass ihr Krankenhaus in Banjul, der Hauptstadt Gambias, auch einmal solche Geräte bekommt.
  Acht Wochen lang sind die beiden im Rahmen des Krankenhausprojekts Gambia im Evangelischen Krankenhaus und schauen dort den deutschen Ärzten und Pflegern über die Schulter.
  Auch wenn sie hier lernen, Geräte zu bedienen, über die ihr Krankenhaus nicht verfügt, ist Dr. Uwe Devrient, leitender Oberarzt der Klinik für Innere Medizin, überzeugt, dass die beiden Gambianer von ihrem Aufenthalt in Unna profitieren. „Die Kunst ist nicht, die Geräte zu bedienen, sondern auf sie zu reagieren und zu wissen, was sie bedeuten.”

  Was die beiden in dieser Weiterbildung lernen, sollen sie mitnehmen in ihre Heimat. Denn das Ziel des Projekts ist, die medizinische Versorgung im Royal Victoria Hospital in Banjul zu verbessern. Obwohl das Krankenhaus zu den modernsten in Gambia gehört und das einzige im Land ist, das alle Patienten aufnehmen kann, sind die Hygiene und Ausbildungsstandards dort nicht gut, wie Fabakary Trawalley berichtet: „Ich leite die zentrale Sterilisations- aufbereitungseinheit, doch wie ich haben dort alle ihr Wissen durch Erfahrung aufgebaut, nicht durch Ausbildung.”
  Für gambianische Verhältnisse ist der Ausbildungsstand des Personals am Royal Victoria Hospital gut. Dennoch gibt es dort kaum Hygieneregeln, sagt Trawalley. Die Ärzte und Pfleger brächten ihre Kittel von zuhause mit und trügen sie auch in der Intensivstation.
  Auch er ist begeistert von den Geräten, über die die Unnaer Kollegen verfügen. Wie groß der technische Mangel in Banjul ist, stellt Eva Hopp von der zentralen Sterilisationsversorgungseinheit im Evangelischen Krankenhaus an einem Beispiel dar: „Die Knochenbohrmaschine in Banjul ist eine normale Haushaltsbohrmaschine, die sich nicht sterilisieren lässt.” Normen und Gesetze zur Hygiene gebe es nicht.

  Zwar verstehen die beiden Gäste aus Afrika kein Deutsch, aber sie sind sehr überrascht von der Warmherzigkeit, mit der sie in Unna aufgenommen werden. „Die Leute sind sehr gastfreundlich. Im Krankenhaus stellen sie uns viele Fragen, doch oft scheitert es dann an der Sprachbarriere”, sagt die gambianische Krankenschwester. Dass Patienten und Kollegen sich so sehr um sie bemühen, findet sie toll.
  Auch wenn ihnen das deutsche Essen nicht so besonders schmeckt, haben beide eine neue Leidenschaft entdeckt: Vanilleeis.




      Projekt des Vereins GEKO
■ Initiator des Krankenhausprojekts Gambia, das es seit 1989 gibt, ist der gemeinnützige Verein für Entwicklungshilfe und Kooperation (GEKO).
Gesponsert wird die Weiterbildung vom Kreis Unna und dem Evangelischen Krankenhaus Unna. Im Rahmen des Projektes ist schon viel Hilfe aus dem Kreis nach Gambia geflossen, etwa ein Rettungs- und ein Krankenwagen, medizinisch-technische Ausrüstung, eine Werkstatt und Werkzeug und Nähmaschinen.

Zeitungsartikel aus dem Hellweger Anzeiger


30. Juli 2010

... und hier dazu ein Zeitungsbericht von Markus Esser von der WR [weiterlesen]



5. Juli 2010

Eine-Welt-Gruppen stellten sich vor

Infos über ehrenamtliches Engagement

Jürgen Poller und Gad Osafo beim Musizieren

An den Ständen der einzelnen Eine-Welt-Gruppen gab es viel zu sehen, etwa Musikinstrumente. Das Foto zeigt GEKO-Chef Jürgen Poller (links) und Ghana-Projektleiter Gad Osafo beim Musizieren auf traditionellen Musikinstrumenten aus Ghana. ■ Foto: Grzelak

UNNA ■  „Wir bauen Brücken - Humanitäre Hilfe aus Unna ” - unter diesem Motto stand der Aktionstag der ”Eine-Welt-Gruppen”. Zum zehnten Mal haben verschiedene Gruppen über Verkauf von Waren und über Spenden Geld für wohltätige Zwecke gesammelt und stellten ihre ehrenamtliche Arbeit vor. Bei der Aktion am Platz der Begegnungen an der Bahnhofstraße waren vertreten: die Guatemala-Initiative, die Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW, der Verein Geko, die Nepal-Hilfe, die Kinderhilfe Chatterhat, Amnesty International und der Umweltbereich der Kreisstadt Unna. Die Hilfe geht etwa nach Ghana, Gambia und Sierra Leone.

Zeitungsartikel aus dem Hellweger Anzeiger



Mai 2010

Krankenhausbetten für Gambia

36 Krankenhausbetten fasste der 12 m lange Container, [weiterlesen]



10. April 2010

Zwei Krankenpfleger aus Gambia suchen eine Bleibe

Gemeinnütziger Verein für Entwicklungshilfe und Kooperation (Geko) hofft auf die
Mithilfe der Unnaer - Projekt kann sonst nicht durchgeführt werden

Royal Victoria Hospital Banjul / Gambia

Das Royal Victoria Hospital in Banjul/Gambia. Von dort kommen seit 14 Jahren die Krankenpfleger, die im Evangelischen Krankenhaus weitergebildet werden.
■ Foto: privat

Von Yvonne Schütze-Fürst
UNNA ■ Der Verein Geko (Gemeinnütziger Verein für Entwicklungshilfe und Kooperation), der sich seit vielen Jahren für Menschen in Entwicklungsländern einsetzt, braucht jetzt ganz dringend selber Hilfe. Wenn es nämlich nicht gelingen sollte, für zwei Krankenpfleger aus Gambia Zimmer zu bekommen, dann wäre dieses Projekt zum Scheitern verurteilt.
  Aber erst mal zur Erklärung: Der Verein unterstützt seit Jahren gemeinsam mit dem Kreis Unna und dem Evangelischen Krankenhaus das Royal Victoria Hospital in Banjul/Gambia mit der Weiterbildung von Pflegepersonal, medizinischer Ausrüstung, Krankenwagen und Werkzeugen für die Werkstatt. Und das ist nur eines von vielen Projekten. Einmal im Jahr werden dank der Finanzierung durch den Kreis Unna zwei Krankenpfleger aus Gambia zehn Wochen lang im Evangelischen Krankenhaus weiter gebildet. Bislang waren sie im Schwesternheim des Krankenhauses untergebracht. Dieses Schwesternheim aber soll abgerissen werden und demnach fehlt auch für die Gäste aus Gambia die Unterkunft. „Eine teure Unterbringung ist aber nicht möglich”, hat der Vereinsvorsitzende Jürgen Poller aus Holzwickede schon Preise für Unterkünfte verglichen. Nun setzt er auf die Hilfe der Bürger. „Die Zimmer sollten möglichst nah beieinanderliegen und das Krankenhaus fußläufig erreichbar sein”, formuliert Jürgen Poller die Wünsche und fügt an, dass er aber von einer Einzelunterbringung spreche, denn welchen Geschlechts die Gäste sind, weiß er noch nicht. „Die Gastfamilien sollten zumindest einen minimalen englischen Wortschatz haben. Rudimentäre Kenntnisse reichen aus”, fügt Poller an. Für die Verpflegung müssen die Vermieter nicht sorgen. Er weiß aus Erfahrung, dass die Gäste gern nah beieinander wohnen, da sie in der Fremde die Wochenenden gern gemeinsam verbringen.
  Im vergangenen Jahr gab es keinen Besuch aus Afrika, stattdessen schickte der Verein dringend benötigte Krankenhausbetten nach Gambia.

Kontakt

■ Wer dem Verein ein Angebot machen oder mehr über das Projekt erfahren möchte, kann sich beim Vorsitzender Jürgen Poller, Tel. 02301/7718 oder beim Evangelischen Krankenhaus, Tel. 02303/106211 melden.
■ Der genaue Termin für den Besuch der Krankenpfleger steht noch nicht fest. Gedacht wird an den Zeitraum zwischen Mitte Juli und Ende September.

Ein Zeitungsbericht aus dem Hellweger Anzeiger



6. November 2008

Vorsitzender Jürgen Poller engagiert sich seit 1990 mit dem Verein GEKO in Entwicklungsländern

Kleiner Verein leistet Großes in der Welt

Holzwickede, 6.11.2008, Peter Gräber

 

Holzwickede. Für fremde Länder, Sprachen und Kulturen hat sich Jürgen Poller eigentlich schon von klein auf interessiert. Da lag es nahe, dass sich der Holzwickeder im Verein GEKO e.V. engagierte, als dieser 1990 von Professor Reents in Unna gegründet wurde.

„Ich bin sogar Gründungsmitglied”, sagt der 64-jährige Ingenieur im Ruhestand. „Die Idee war, aus dem großen Knowhow hier bei uns, etwas für die Entwicklungsländer abzuzweigen”, erläutert Jürgen Poller. „Vor allem in den Bereichen Bildung, Kommunikation, Gesundheit und Ernährung wollen wir Hilfe zur Selbsthilfe leisten.”

Vier Jahr nach der Gründung war Poller, der beruflich häufig im Ausland tätig war und mehrere Sprachen spricht, bereits Vorsitzender von GEKO (Gemeinnütziger Verein für Entwicklungshilfe und Kooperation). Das Anfangsziel des Vereins, angepasste Technologien aufzubauen und Klein- und Mittelbetriebe zu fördern, ließ sich zwar auf Dauer nicht ganz realisieren. Wovon die Insolvenz der GEKO GmbH zeugt, als die Fördergelder ausgingen. Doch der Verein GEKO lebt weiter − und ist aktiver denn je. „Wir arbeiten jetzt hauptsächlich im Bereich Bildung und Gesundheit”, erläutert Jürgen Poller. „Ohne diese Grundvoraussetzungen läuft gar nichts.”

GEKO engagiert sich gezielt nur in wenigen Ländern: Gambia, Ghana, Sierra Leone und neuerdings auch Marokko. In Ghana erhält das Royal Victoria Hospital gebrauchtes medizinisch-technisches Material. Außerdem organisiert GEKO die Weiterbildung von jährlich zwei Krankenpflegern am Evangelischen Krankenhaus in Unna. „Das Geld dafür kommt vom Kreis”, so Poller. In Gambia hat der Verein eine Schulbibliothek aufgebaut − mit Büchern aus Holzwickedes englischer Partnerstadt. Hier kommt Poller sein Engagement im Vorstand des Deutsch−Britischen Clubs zugute. „In Weymouth werden fleißig Bücher für dieses Projekt gesammelt”, freut sich der GEKO-Vorsitzende. In Sierra Leone wurde eine Gesundheitsstation aufgebaut. Seit kurzem engagiert sich GEKO auch in Marokko. Dort haben sich im Hohen Atlas 13 Dörfer zusammengetan, um im Tal des Flüsschens Tamstint ihre Lebensumstände zu verbessern. „Wir unterstützen die Initiative dabei.”

Größtes Problem des Vereins GEKO, der nur 25 Mitglieder hat, ist das Geld. „Wir finanzieren unsere Arbeit aus Mitgliedsbeiträgen und haben ein paar Spender.” Größtes Kapital des Vereins sind gute Kontakte und Verbindungen, etwa zum Evangelischen Krankenhaus Unna. „Da kriegen wir dann schon mal gebrauchte medizinische Geräte oder Verbrauchsmaterial, das wir dann sammeln und verschicken.” Beim Transport arbeitet der Verein oft auch mit anderen größeren Initiativen zusammen. „Die nehmen unsere Kisten dann in ihren großen Hilfscontainern mit, so dass wir sie preiswert verschicken können .”

Kontakt: GEKO e.V., Jürgen Poller, 02301/7718.

Ein Zeitungsbericht der WR



2004

1000 Bücher aus Weymouth für die Schulbibliothek in Amamole

Ein Bericht aus den Newslettern des Deutsch-Britischen Clubs Holzwickede / Seite 3 [weiterlesen]



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